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Die Sommerferien 2021 neigen sich auch in den letzten Bundesländern dem Ende entgegen, unzählige Kinder begeben sich wieder oder erstmalig auf ihren Schulweg. Kampagnen verschiedener Verbände oder Institutionen sensibilisieren zum Thema Verkehrssicherheit und adressieren Eltern, Kinder und Autofahrer:innen, sich rücksichtsvoll und vorausschauend zu verhalten.[1]https://deutsche-verkehrswacht.de/themen/schulanfangsaktion/ [12.08.2021] https://www.unfallkasse-berlin.de/service/archiv-meldungen/detail/schulanfangsaktion-schule-startet-verkehr-wartet … Continue reading

Aber nicht nur das Verhalten der am Verkehr aktiv Beteiligten spielt bei der Verkehrssicherheit von Kindern eine wichtige Rolle. Vielmehr ist auch die von der Politik beschlossene und geschaffene Infrastruktur ein relevanter (Sicherheits-)Faktor.

Gibt es ein Problem?

Was sind besondere zeitliche Häufungen von Kollisionen mit Beteiligung von Kindern? Worin bestehen mögliche spezielle Herausforderungen? Es zeigt sich, dass Kinder im Alter von sechs bis 15 Jahren insbesondere auf dem Schulweg gefährdet sind – zwischen sieben und acht Uhr morgens passieren die meisten Verkehrskollisionen.[2]https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Verkehrsunfaelle/Publikationen/Downloads-Verkehrsunfaelle/unfaelle-kinder-5462405197004.pdf?__blob=publicationFile, S. 10 Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren verunfallen am häufigsten auf dem Fahrrad.[3]Ebd., S.10 Jüngere Kinder bis neun Jahren werden am häufigsten als Mitfahrer:innen im Pkw verletzt. 2019 wurden jedoch die meisten der in Verkehrskollisionen involvierten Kinder getötet, als sie zu Fuß unterwegs waren.[4]2019 wurden 40 % der Kinder als Fußgänger:innen getötet. 38 % kamen als Mitfahrer:innen in einem PKW ums Leben, 12,7 % als Radfahrer:innen. … Continue reading In über 60 % der Fälle gelten zu Fuß gehende oder mit dem Rad fahrende Berliner Kinder dabei selbst als sogenannte Verursacher:innen der Verkehrskollisionen, in die sie verwickelt sind.[5]Sonderuntersuchung „Verkehrsunfälle mit Kindern“ in Berlin 2018, https://www.berlin.de/polizei/_assets/aufgaben/anlagen-verkehrssicherheit/kinder2018.pdf, S.4 [4.08.2021] Bei zu Fuß gehenden Kindern zählen Fehler beim Überschreiten der Fahrbahn mit etwa 88 % zu den häufigsten Ursachen.[6]„Davon wiederum war das Überschreiten der Fahrbahn, ohne auf den Fahrzeugverkehr zu achten (55,2 %) der häufigste Fehler. Zweithäufigstes Fehlverhalten war das Überschreiten der Fahrbahn durch … Continue reading In den Polizeimeldungen heißt es dann „(…) betrat ein Neunjähriger (…) die Fahrbahn“[7]https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/pressemitteilung.1001876.php [4.08.2021]; „(…) als unvermittelt ein vierjähriges Kind (…) auf die Fahrbahn gerannt sein soll“[8]https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/pressemitteilung.997861.php [4.08.2021], oder „(…) überquerte der vierjährige Junge (…). (…) er soll dabei so plötzlich zwischen den am Fahrbahnrand geparkten Autos hervorgetreten sein, (…)“.[9]https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/pressemitteilung.993036.php [4.08.2021] Solange Kinder als „Verursacher:innen“ von Verkehrskollisionen bezeichnet werden, wird ihnen auch sprachlich eine Verantwortung zugesprochen, die ihnen nicht aufgebürdet werden sollte.[10]Studien weisen daraufhin, dass Verantwortung und Schuld je nach Formulierung der Meldungen über Zusammenstöße zugewiesen und gewichtet wird. Goddard, Tara; Ralph, Kelcie; Thigpen, Calvin G.; … Continue reading

Was sind mögliche Risikofaktoren?

Verschiedene Risikofaktoren lassen sich in Bezug auf Kinder und deren Sicherheit im Verkehr ausmachen. Unter anderem zählen neben entwicklungsphysiologischen Besonderheiten von Kindern und menschlichem (Fehl-)Verhalten auch die Infrastruktur dazu.

„Wenn (…) die gegenwärtig dominante Form der Automobilität für alle möglich sein soll, was bedeutet dies als Konsequenz für die Gesellschaft und Umwelt?“[11]Schwedes, Oliver; Pech, Detlef; Becker, Julia; Röll, Verena; Stage, Diana, Stiller, Jurik (2021): Von der Verkehrserziehung zur Mobilitätsbildung. TU Berlin (IVP-Discussion Paper, Heft 2). … Continue reading

Laut Straßenverkehrsordnung muss ein zehnjähriges Kind bereits auf der Straße Fahrrad fahren, mit allen Herausforderungen, die dazu gehören.[12]§2 (5) StVO, https://www.stvo.de/strassenverkehrsordnung/90-2-strassenbenutzung-durch-fahrzeuge [4.08.2021] Fehlende geschützte Radwege zwingen Kinder dann oftmals dazu, zugunsten der eigenen Sicherheit, weiterhin auf dem Gehweg – oder bestimmte Strecken gar nicht – zu fahren. Dies führt in der logischen Folge wiederum zu Raumkonflikten mit Fußgänger:innen. Sind Rad- und Gehwege vorhanden, aber von Autofahrer:innen zugeparkt oder durch Lieferverkehr blockiert, ergeben sich weitere Gefahrensituationen. Diese sind insbesondere für Kinder kritisch, da sie – rein aus physiologischer Sicht – noch bis zu einem Alter von etwa 14 Jahren Geschwindigkeiten und Abstände zu fahrenden Fahrzeugen nicht richtig einschätzen können.[13]Vgl. GEHLERT, Tina; KRÖLING, Sophie (2020): Entwicklung der Geschwindigkeitswahrnehmung bei Kindern. Unfallforschung kompakt Nr. 106. Berlin: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, … Continue reading Einem parkenden Fahrzeug auf einem Radweg auszuweichen und sich in den Fließverkehr einzuordnen, ist nicht nur für Kinder eine mitunter lebensgefährliche Herausforderung.[14]https://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/lieferwagen-stand-auf-radweg-radfahrerin-stirbt-bei-unfall-in-berlin-friedrichshain-mahnwache-am-freitag/27227648.html [12.08.2021]

Erst ab einem Alter von etwa acht Jahren entwickelt sich bei Kindern ein vorausschauendes Gefahrenbewusstsein.[15]Limbourg, Maria (1997), Kind und Verkehr - alles verkehrt? Kindspezifische Mechanismen und Verhaltensmuster als Auslöser für Unfälle im Verkehr, … Continue reading Dieses bewusst in eine Handlung zu übersetzen (Präventionsbewusstsein), benötigt weitere Jahre zum Reifen.[16]Ebd. Hinzu kommt, dass Kinder, insbesondere Kleinkinder, impulsiv und unvorhersehbar handeln. Kommt es zu einem Zusammenstoß, spielt die dann gefahrene Geschwindigkeit eine entscheidende Rolle. Hat eine Autofahrerin bei Tempo 30 bereits gebremst, hat ein Autofahrer bei Tempo 50 noch nicht mal reagiert.

Doch auch eine Anordnung von Tempo 30 vor Schulen oder Kindergärten nützt nur, sofern sie auch von Autofahrer:innen eingehalten, von der Polizei kontrolliert und bei Fehlverhalten sanktioniert wird.[17]https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/pressemitteilung.1040823.php [12.08.2021] Zebrastreifen und andere sichere Querungsmöglichkeiten fehlen vielerorts und sind, sofern vorhanden, keine Garantie für Sicherheit.[18]https://www.berliner-zeitung.de/news/polizeibericht-berlin/unfall-in-berlin-autofahrer-erfasst-am-zebrastreifen-zwei-maedchen-li.148048 [4.08.2021], … Continue reading

Es ist verständlich, wenn das elterliche Auto daher häufig als die sicherste Transportmöglichkeit für die eigenen Kinder wahrgenommen wird. Leider führt genau das zu mehr gefährlichen und unübersichtlichen Situationen, auch, aber nicht nur vor Schulen und Kitas.[19]Um nur einige wenige Fälle zu nennen: https://www.rnd.de/panorama/hannover-kind-wird-vor-kita-vom-auto-der-eltern-uberrollt-und-stirbt-PBRWIZQWHQMW6AKC2PLCL3KUOE.html … Continue reading Die Kinder, die mit dem Rad kommen oder zu Fuß gehen, werden durch den vielen motorisierten Verkehr gefährdet.[20]Hüttenmoser, Marco (2004): Der leere Weg. Zur Bedeutung des Schulweges. Eine Analyse anhand von Kinder-zeichnungen. In Zusammenarbeit mit dem Gruppo di convenienza Traffico in Capriasca. … Continue reading Die Kinder, die mit dem Auto gefahren werden, lernen nicht ausreichend, sich eigenständig im Straßenverkehr zu bewegen.

 

Kinder zeichnen ihren Schulweg: Ein eindrücklicher Vergleich: Das eine Kind wird mit dem Auto gefahren, das andere geht zu Fuß. | © Marco Hüttenmoser · www.kindundumwelt.ch
Kinder zeichnen ihren Schulweg: Ein eindrücklicher Vergleich: Das eine Kind wird mit dem Auto gefahren, das andere geht zu Fuß. | © Marco Hüttenmoser · www.kindundumwelt.ch
Kinder zeichnen ihren Schulweg: Ein eindrücklicher Vergleich: Das eine Kind wird mit dem Auto gefahren, das andere geht zu Fuß. | © Marco Hüttenmoser · www.kindundumwelt.ch

Lösungsansätze und Chancen  

Um aus dieser Negativspirale auszubrechen, bedarf es der Zusammenarbeit und Unterstützung von unterschiedlichen Akteur:innen und Entscheider:innen.

Dass Kinder sich noch in einer geistigen und körperlichen Entwicklungsphase befinden, darf eben kein Argument dafür sein, sie von der eigenständigen Teilhabe an Mobilität auszuschließen: „Mobilität in Berlin soll (…) unabhängig von Alter, Geschlecht, Einkommen und persönlichen Mobilitätsbeeinträchtigungen (…) gewährleistet werden.“[21]§3 MobG: „Mobilität für alle: Mobilität in Berlin soll bezogen auf die wesentlichen Wegezwecke 1. an allen Tagen des Jahres und rund um die Uhr 2. in allen Teilen Berlins gleichwertig und 3. … Continue reading So fordert es das Berliner Mobiliätsgesetz. Die Konsequenz sollte eben genau deshalb sein, die Infrastruktur so zu gestalten, dass sie teilnehmen können, ohne ihr Leben zu gefährden – ganz im Sinne der Vision Zero: Schon zweieinhalbjährige Laufradfahrer:innen sind mobil und nehmen am öffentlichen Leben teil; niemand sollte innerlich erschrecken, wenn ein zehnjähriges Kind auf der Fahrbahn Fahrrad fährt; es sollte nicht vom Mut der Eltern abhängen, den es im jetzigen Verkehrssystem aufzubringen gilt, sich mit den Kindern im Straßenraum zu bewegen.

Verschiedene Bildungsmaßnahmen bieten Ansätze, über Verbesserungen nachzudenken und den Status quo zur Erhöhung der Verkehrssicherheit weiterzuentwickeln. So befähigt eine menschenzentrierte Mobilitätsbildung[22]Eine Auseinandersetzung und Weitführung des Konzeptes wird aus der Wissenschaft gefordert. Vgl. Schwedes, Oliver; Pech, Detlef; Becker, Julia; Röll, Verena; Stage, Diana, Stiller, Jurik (2021): Von … Continue reading bereits jüngere (Schul-)Kinder, selbstbestimmt und eigenverantwortlich über die eigene Mobilität zu entscheiden.[23]Ebd. So bekommen sie auch Gelegenheiten, Fähigkeiten wie Gleichgewichtsinn und Körperkoordination altersentsprechend aus- und weiterzubilden und sich folglich auch sicherer im Verkehr zu bewegen.[24]„In  der  frühkindlichen  Phase  geht  es  daher  zunächst  um  die Herausbildung  von  Bewegungsfähigkeit  und  Motorik  sowie  die  Fähigkeit,  sich  selbst  und  andere … Continue reading Im Verkehrssicherheitsprogramm des Berliner Senats wird eine frühere Radfahrer:innenausbildung der Grundschüler:innen als erst in der vierten Jahrgangsstufe als „wünschenswert“ bezeichnet.[25]https://www.berlin.de/sen/uvk/_assets/verkehr/verkehrspolitik/verkehrssicherheit/verkehrssicherheitsprogramm/berlin_sicher_mobil2020_broschuere.pdf, S. 16 [12.08.2021] „Berlin sicher mobil 2020“, … Continue reading Die Berliner Schulwegpläne, die Eltern und Schüler:innen den sichersten Schulweg aufzeigen sollen, könnten als Anreiz an die Politik verstanden werden, Verbesserungen der aktuellen Infrastruktur vor Ort herbeizuführen: Wo fehlen auf dem Schulweg noch Zebrastreifen; werden die Geschwindigkeitsvorgaben von Tempo 30, oder in verkehrsberuhigten Bereichen konsequent eingehalten; wo sind Kinder gezwungen auf Mittelinseln zwischen Straßenbahnen und mehrspurigen Fahrbahnen zu warten, da die zu kurzen Ampelphasen ein Überqueren in einem Zuge nicht ermöglichen?

 

Fußgängerüberweg mit zu kurzer Ampelphase für die aktiven Verkehrsteilnehmer:innen | Foto: Marlene Sattler · EXPERI
Fußgängerüberweg mit zu kurzer Ampelphase für die aktiven Verkehrsteilnehmer:innen | Foto: Marlene Sattler · EXPERI

Wenn infrastrukturelle Gegebenheiten so geplant und gestaltet werden, dass Eltern sich trauen – und ihren Kindern zutrauen – deren Wege selbstständig bzw. in Begleitung zu meistern, profitieren nicht nur die Kinder.[26]Vgl. http://www.kindundumwelt.ch/_files/werkspurenBildschirm.pdf [4.08.2021] Die zügigere Umsetzung geschützter Radwege, mehr Lieferzonen, der mutigere Rückbau von Autoabstellanlagen und die Einrichtung von mehr sicheren Querungsmöglichkeiten wie Zebrastreifen mit guten Sichtbeziehungen von Autofahrenden zu Fußgänger:innen sind auch ein Gewinn für alle anderen aktiven Verkehrsteilnehmer:innen. Dass dabei eine maximal gefahrene Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern innerorts die Verkehrssicherheit erhöht, ist vielfach beschrieben und bewiesen.[27]Eins von vielen Beispielen: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/2546/publikationen/wirkungen_von_tempo_30_an_hauptstrassen.pdf [12.08.2021]

Es liegt in der Verantwortung[28]§10 (1) MobG: „Verkehrssicherheit: Alle Menschen sollen unabhängig vom gewählten Verkehrsmittel sicher an ihrem Ziel ankommen.“ https://gesetze.berlin.de/bsbe/document/jlr-MobGBEpP10 … Continue reading der Politik, infrastrukturelle Rahmenbedingungen zu schaffen, die allen Verkehrsteilnehmer:innen eine sichere Teilhabe an Mobilität ermöglicht.[29]§3 MobG: „Mobilität für alle: Mobilität in Berlin soll bezogen auf die wesentlichen Wegezwecke 1. an allen Tagen des Jahres und rund um die Uhr 2. in allen Teilen Berlins gleichwertig und 3. … Continue reading Dabei geht es nicht nur um die reinen Wege, die zurückgelegt werden (müssen), um von einem Ort zum nächsten gelangen.

Es besteht die Chance, Lebensräume neu zu denken und menschenfreundlicher zu gestalten, sodass selbstständige Generationen groß werden dürfen, die sich freier im öffentlichen Raum bewegen können. Für sie kann das Leben in einer autogerechten Welt einmal der Vergangenheit angehören. Ein möglicher Lösungsansatz ist hierfür die Einrichtung von Kiezblocks.[30]Was ist ein Kiezblock: https://changing-cities.org/kampagnen/kiezblocks/ [12.08.2021]
Was ist Ihre Meinung zu Kiezblocks? Umfrage: https://survey.iass-potsdam.de/index.php/489542?lang=de [12.08.2021]
Deren Hauptmerkmale sind eine gefahrene Maximalgeschwindigkeit von zehn Stundenkilometern sowie die Vermeidung von Durchgangsverkehr durch Modalfilter. Kinder sind für eine gesunde Entwicklung auf (Entdeckungs-)Räume angewiesen, die außerhalb der eigenen vier Wände liegen und sich wiederum nicht nur auf Orte wie eingezäunte Spielplätze beschränken.[31]Vgl. Zum Stellenwert von Primärerfahrungen von Kindern im Aussenraum, Marco Hüttenmoser, Dokumentationsstelle Kind und Umwelt, Muri AG, http://www.kindundumwelt.ch/_files/werkspurenBildschirm.pdf … Continue reading Das direkte Wohnumfeld sowie der sichere Weg zur Schule oder Kita wären ein guter Anfang.

Fußnoten

Fußnoten
1 https://deutsche-verkehrswacht.de/themen/schulanfangsaktion/ [12.08.2021]
https://www.unfallkasse-berlin.de/service/archiv-meldungen/detail/schulanfangsaktion-schule-startet-verkehr-wartet [12.08.2021]
„Sicher zur Schule!“: Eine Berliner Elterninitiative, die Eltern ermutigen möchte, ihre Kinder für einen aktiven Schulweg zu begeistern: https://sicherzurschule.berlin/ [12.08.2021]
„Achtung, Kinder überraschen“: Eine Schweizer Kampagne, die eher aus der Sicht von Kindern argumentiert und dafür sensibilisiert, dass Kinder besondere Herausforderungen an ihre Mobilität haben: https://www.doppelt-aufpassen.ch/  [12.08.2021]
„Aufgepasst Brandenburg“: Eine Kampagne der Polizei Brandenburg, ADAC Berlin-Brandenburg u.w.:
https://presse.adac.de/regionalclubs/berlin-brandenburg/aufgepasst-brandenburg.html
2 https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Verkehrsunfaelle/Publikationen/Downloads-Verkehrsunfaelle/unfaelle-kinder-5462405197004.pdf?__blob=publicationFile, S. 10
3 Ebd., S.10
4 2019 wurden 40 % der Kinder als Fußgänger:innen getötet. 38 % kamen als Mitfahrer:innen in einem PKW ums Leben, 12,7 % als Radfahrer:innen. https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Verkehrsunfaelle/Publikationen/Downloads-Verkehrsunfaelle/unfaelle-kinder-5462405197004.pdf?__blob=publicationFile, S.7 [4.08.2021]
5 Sonderuntersuchung „Verkehrsunfälle mit Kindern“ in Berlin 2018, https://www.berlin.de/polizei/_assets/aufgaben/anlagen-verkehrssicherheit/kinder2018.pdf, S.4 [4.08.2021]
6 „Davon wiederum war das Überschreiten der Fahrbahn, ohne auf den Fahrzeugverkehr zu achten (55,2 %) der häufigste Fehler. Zweithäufigstes Fehlverhalten war das Überschreiten der Fahrbahn durch plötzliches Hervortreten hinter Sichthindernissen (28,6 %).“ https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Verkehrsunfaelle/Publikationen/Downloads-Verkehrsunfaelle/unfaelle-kinder-5462405197004.pdf?__blob=publicationFile, S. 11 [4.08.2021]
7 https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/pressemitteilung.1001876.php [4.08.2021]
8 https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/pressemitteilung.997861.php [4.08.2021]
9 https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/pressemitteilung.993036.php [4.08.2021]
10 Studien weisen daraufhin, dass Verantwortung und Schuld je nach Formulierung der Meldungen über Zusammenstöße zugewiesen und gewichtet wird.
Goddard, Tara; Ralph, Kelcie; Thigpen, Calvin G.; Iacobucci, Evan (2019): Does news coverage of traffic crashes affect perceived blame and preferred solutions? Evidence from an experiment, Transportation Research Interdisciplinary Perspectives, Volume 3. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2590198219300727/pdfft?md5=ee98145ff5d5d73baa82d0417dd54324&pid=1-s2.0-S2590198219300727-main.pdf [4.08.2021]
11 Schwedes, Oliver; Pech, Detlef; Becker, Julia; Röll, Verena; Stage, Diana, Stiller, Jurik (2021): Von der Verkehrserziehung zur Mobilitätsbildung. TU Berlin (IVP-Discussion Paper, Heft 2). https://www.ivp.tu-berlin.de/fileadmin/fg93/Dokumente/Discussion_Paper/DP4_Schwedes_et_al_Mobilit%C3%A4tsbildung.pdf, S.35  [4.08.2021]
12 §2 (5) StVO, https://www.stvo.de/strassenverkehrsordnung/90-2-strassenbenutzung-durch-fahrzeuge [4.08.2021]
13 Vgl. GEHLERT, Tina; KRÖLING, Sophie (2020): Entwicklung der Geschwindigkeitswahrnehmung bei Kindern. Unfallforschung kompakt Nr. 106. Berlin: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, Unfallforschung der Versicherer, S.14 [4.08.2021]
14 https://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/lieferwagen-stand-auf-radweg-radfahrerin-stirbt-bei-unfall-in-berlin-friedrichshain-mahnwache-am-freitag/27227648.html [12.08.2021]
15 Limbourg, Maria (1997), Kind und Verkehr - alles verkehrt? Kindspezifische Mechanismen und Verhaltensmuster als Auslöser für Unfälle im Verkehr, https://www.uni-due.de/traffic_education/alt/texte.ml/Saar.html [4.08.2021]
16, 23 Ebd.
17 https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/pressemitteilung.1040823.php [12.08.2021]
18 https://www.berliner-zeitung.de/news/polizeibericht-berlin/unfall-in-berlin-autofahrer-erfasst-am-zebrastreifen-zwei-maedchen-li.148048 [4.08.2021], https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/2021/pressemitteilung.1067764.php [4.08.2021]
19 Um nur einige wenige Fälle zu nennen: https://www.rnd.de/panorama/hannover-kind-wird-vor-kita-vom-auto-der-eltern-uberrollt-und-stirbt-PBRWIZQWHQMW6AKC2PLCL3KUOE.html [4.08.2021];
https://www.abendblatt.de/hamburg/polizeimeldungen/article232454877/suv-mutter-ueberrollt-grundschulkind-hamburg-billstedt-schule.html [4.08.2021];
https://rp-online.de/nrw/staedte/moenchengladbach/moenchengladbach-maedchen-vor-schule-ueberfahren-bewaehrungsstrafe-fuer-fahrerin_aid-53191393 [4.08.2021]
20 Hüttenmoser, Marco (2004): Der leere Weg. Zur Bedeutung des Schulweges. Eine Analyse anhand von Kinder-zeichnungen. In Zusammenarbeit mit dem Gruppo di convenienza Traffico in Capriasca. www.kindundumwelt.ch [4.08.2021]
21, 29 §3 MobG: „Mobilität für alle: Mobilität in Berlin soll bezogen auf die wesentlichen Wegezwecke 1. an allen Tagen des Jahres und rund um die Uhr 2. in allen Teilen Berlins gleichwertig und 3. unabhängig von Alter, Geschlecht, Einkommen und persönlichen Mobilitätsbeeinträchtigungen sowie von Lebenssituation, Herkunft oder individueller Verkehrsmittelverfügbarkeit gewährleistet werden.“ https://gesetze.berlin.de/bsbe/document/jlr-MobGBEpP3 [12.08.2021]
22 Eine Auseinandersetzung und Weitführung des Konzeptes wird aus der Wissenschaft gefordert. Vgl. Schwedes, Oliver; Pech, Detlef; Becker, Julia; Röll, Verena; Stage, Diana, Stiller, Jurik (2021): Von der Verkehrserziehung zur Mobilitätsbildung. TU Berlin (IVP-Discussion Paper, Heft 2). https://www.ivp.tu-berlin.de/fileadmin/fg93/Dokumente/Discussion_Paper/DP4_Schwedes_et_al_Mobilit%C3%A4tsbildung.pdf [4.08.2021]
24 „In  der  frühkindlichen  Phase  geht  es  daher  zunächst  um  die Herausbildung  von  Bewegungsfähigkeit  und  Motorik  sowie  die  Fähigkeit,  sich  selbst  und  andere Wahrzunehmen.“ Schwedes, Oliver; Pech, Detlef; Becker, Julia; Röll, Verena; Stage, Diana, Stiller, Jurik (2021): Von der Verkehrserziehung zur Mobilitätsbildung. TU Berlin (IVP-Discussion Paper, Heft 2). https://www.ivp.tu-berlin.de/fileadmin/fg93/Dokumente/Discussion_Paper/DP4_Schwedes_et_al_Mobilit%C3%A4tsbildung.pdf, S.36, [4.08.2021]
25 https://www.berlin.de/sen/uvk/_assets/verkehr/verkehrspolitik/verkehrssicherheit/verkehrssicherheitsprogramm/berlin_sicher_mobil2020_broschuere.pdf, S. 16 [12.08.2021]
„Berlin sicher mobil 2020“, das Verkehrssicherheitsprogramm des Berliner Senats: https://www.berlin.de/sen/uvk/verkehr/verkehrspolitik/verkehrssicherheit/verkehrssicherheitsprogramm/ [12.08.2021]
26 Vgl. http://www.kindundumwelt.ch/_files/werkspurenBildschirm.pdf [4.08.2021]
27 Eins von vielen Beispielen: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/2546/publikationen/wirkungen_von_tempo_30_an_hauptstrassen.pdf [12.08.2021]
28 §10 (1) MobG: „Verkehrssicherheit: Alle Menschen sollen unabhängig vom gewählten Verkehrsmittel sicher an ihrem Ziel ankommen.“ https://gesetze.berlin.de/bsbe/document/jlr-MobGBEpP10 [12.08.2021]
30 Was ist ein Kiezblock: https://changing-cities.org/kampagnen/kiezblocks/ [12.08.2021]
Was ist Ihre Meinung zu Kiezblocks? Umfrage: https://survey.iass-potsdam.de/index.php/489542?lang=de [12.08.2021]
31 Vgl. Zum Stellenwert von Primärerfahrungen von Kindern im Aussenraum, Marco Hüttenmoser, Dokumentationsstelle Kind und Umwelt, Muri AG, http://www.kindundumwelt.ch/_files/werkspurenBildschirm.pdf [4.08.2021]